Uhren Schmuck Werkstatt Marken
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Chronographie Stand: 11.04.2007
Die väterliche Generation

Ursprung 1927 eröffnete mein Vater, Heinrich Nickel, im heutigen Gallusviertel sein Geschäft. Das Uhren-, Gold- und Silberwarenhaus, wie sich Vater Nickel nannte, verfügte über ein „reichhaltiges Lager in Uhren aller Art“. Aber auch Gold und Silberwaren, Bestecke, Trauringe, Optik, Sprechapparate und Schallplatten waren zu haben.
Angebot
Seine Zukunft waren die Kunden an der Mainzer Landstraße. Aus dem benachbarten Bahnhofsviertel kamen nicht nur die Bahnangestellten. Pelzhändler, Postbeamte und die Herren vom Polizeipräsidium gaben sich gleichermaßen die Klinke in die Hand. Denn schon damals war Heinrich Nickel klar: Service, der Dienst am Kunden, ist die beste Investition. Und das dankten die Kunden der jungen Firma mit ihrer langjährigen Treue.
Ein „Garantie-Schein“

Garantieschein
Ein Garantieschein aus dieser Zeit belegt, dass die Garantie und Gewährleistung nicht erst in der heutigen „Geiz ist Geil“-Generation erfunden worden ist. Auch wurden schon damals wie heute die „Reparaturen sorgfältigst und preiswert in eigener Werkstatt“ ausgeführt.Visitenkarte
Mit diesem Kredo verdiente der Uhrmacher erfolgreich bis Ende der 60er Jahre sein Geld. 1969 übernahm ich das Geschäft und musste umdenken. Denn schon wenige Jahre danach war das Uhrmacherhandwerk gefährdet. Die batteriebetriebene Quarzuhr hielt Einzug und es sah zunächst danach aus, als ob sie die mechanische Tradition der Uhrmacherkunst verdrängen würde. Also erweiterte ich das Angebot eben um diese neumodischen Uhren ohne den mechanischen Part zu vernachlässigen. Auch lernte ich in einer Spezialwerkstatt die Quarzuhren zu reparieren.
Der eigentliche Schatz

Aber meine Herzfrequenz ist immer dem klassischen Tick treu geblieben. Und das hat sich im weiteren Geschäftsverlauf bestätigt. Denn der Wert einer mechanischen Uhr wird immer bleiben. Es sind die Liebhaber und Sammler, die sich an der lebendigen Technik erfreuen, zudem sie auch wesentlich langlebiger ist. Und noch nach Jahrzehnten ist der Fachkundige in der Lage, diese technische, höchst sensible Mechanik im Falle eines Falls instand zu setzen.

Noch heute greife ich auf Teile zurück, die schon mein Vater nicht wegwerfen konnte. Denn das ist der eigentliche Schatz. So mancher Kunde hat Glück. Ich gehe in das Lager und finde zwischen den 10.000 Uhrengläsern, Wellen, Federn und Rädern das richtige Teil.

Im 2005 neu gestalteten Ladengeschäft treffen sich Vergangenheit und Gegenwart. Im Schaufenster stehen alte Werkzeuge und Maschinen und sind Zeugen aus Großvaters Zeiten.

Schau-UhrAuch die außen befestigte Großuhr meines Vaters hat bis in die heutige Zeit überlebt und steht immer noch als Markenzeichen dieses Unternehmens, wobei das Herz dieser Uhr im Ladeninneren schlägt. Heute werde ich in der Werkstatt unterstützt von dem jungen Uhrmachermeister André Brauburger. Es gibt viel zu tun. Edelmarken sind gefragt und müssen gewartet und repariert werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Manfred Nickel